Tattoo: Körperschmuck mit Risiken

Tätowiermittel – ein Risiko, das unter die Haut geht

Tätowierungen, auch Tattoo genannt, können unerwünschte gesundheitliche Folgen. Hierzu können Infektionen, Entzündungen, Narben und Allergien zählen. Zudem sind Langzeitwirkungen möglich, über die bislang kaum Erkenntnisse vorliegen. Bisher war weitgehend unklar: Welche Stoffe haben welche Wirkungen? Das BfR hat hierzu Informationen zusammengestellt.

Verschiedene Forschungsprojekte am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liefern Ergebnisse, die weltweit Beachtung finden. In der aktuellen Ausgabe des BfR-Wissenschaftsmagazin BfR2GO werden diese vorgestellt.

Inhaltsstoffe der Tätowiermittel
Nach dem Kosmetikrecht müssen bestimmte Inhaltsstoffe wie Farb- und Konservierungsmittel zugelassen
werden. Tätowiermittel sind aber nach europäischem Recht keine Kosmetika, weil sie nicht auf, sondern unter die obersten Hautschichten appliziert werden. Deshalb sind die Hersteller von Tätowiermitteln nicht verpflichtet, für ihre Produkte toxikologische Sicherheitsberichte zu erstellen. Tierversuche zu Tätowiermitteln wurden in Deutschland bislang aus ethischen Gründen nicht erlaubt. Epidemiologische Studien existieren nicht.
Tattoo – mögliche Risiken

Die Vielzahl möglicher gesundheitlicher Risiken durch Tätowierungen ist zumindest der Fachwelt seit Längerem bekannt. Bei der Bewertung, welche Farben, Inhaltsstoffe oder Techniken gesundheitlich besonders bedenklich sind, gab es bisher jedoch viele offene Fragen. Die Gründe für die Unsicherheiten sind sowohl rechtlicher als auch wissenschaftlicher Natur. Sonnenbaden als auch Tattoo-Entfernung mittels Lasertechnik können für Tätowierte gesundheitlich riskant sein.

Was passiert mit den Pigmenten unter der Haut?
Farbpigmente von Tattoos bleiben nicht lokal unter der Haut, sondern wandern im Körper. Aus Untersuchungen an Mäusen war bekannt, dass nach ca. 42 Tagen schon 30 Prozent der Pigmente aus der Haut verschwunden sind. Doch wo sind sie dann? Die Mausstudie und Beobachtungen in der Klinik hatten gezeigt, dass die Lymphknoten von Tätowierten oft vergrößert und farbig  sind.

Durch UV-Licht und Alterung zerfallen manche Pigmente in toxische Substanzen. In der aktuellen Ausgabe von BfR2GO sind Einblicke in die Forschung und Bewertung des BfR auf dem Gebiet der gesundheitlichen Risiken durch Tätowiermittel zusammengestellt.

Eine hohe Belastung des Körpers mit toxischen Stoffwechselprodukten erhöht die Möglichkeit einer Stoffwechelstörung mit vielen diffusen Symptomen.

Die Ausgabe der Broschüre BfR2GO 1/2018 finden Sie hier

Verena Bastian

Verena Bastian

Verena Bastian ist staatliche geprüfte Heilpraktikerin seit 2014. Davor studierte Sie Betriebswirtschaftslehre und arbeitete danach mehrere Jahre in der Finanzabteilung eines großen Baustoffkonzerns. Durch eine Autoimmunerkrankung im Familienkreis kam sie mit 2008 zur Naturheilkunde und ist seit 2014 als Heilpraktikerin in eigener Praxis tätig. Ihre Praxisschwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von immunologischen Erkrankungen, Frauenheilkunde, Präventionsmedizin und Traumaintegration.

Eine intensive Ausbildungszeit und der ständige Drang nach Weiterbildung haben ihren Weg bis hierhin begleitet. Viele Seminare, Weiterbildungen und wundervolle Lehrer:innen ebneten den Weg für eine eigene Praxis.

Sie lädt die Menschen dazu ein sich beim Thema Gesundheit in Richtung Eigenverantwortlichkeit zu orientieren. Seit mittlerweile über 7 Jahren unterstützt Sie Menschen dabei die Gründe und Zusammenhänge Ihrer Erkrankung mit dem Wissen aus klassischer Medizin und Naturheilkunde zu verstehen.

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