Unter Hochdruck – Magnesium bei Hypertonie

Hypertonie

Die primäre oder essenzielle Hypertonie (Bluthochdruck) hat eine hohe Dunkelziffer, da sie häufig ohne markante klinische Symptome auftritt. Auch deshalb ist die Hypertonie der größte Risikofaktor fur kardiovaskuläre Erkrankungen. Der Mineralstoff Magnesium kann bei Hypertonie in mehrfacher Form punkten. Die orale Zufuhr von Magnesium führt bei Bluthochdruck-Patienten zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks. Weiterhin verstärkt Magnesium die Effektivität von antihypertensiven Medikamenten und es kann das Nebenwirkungspotenzial einer medikamentösen Behandlung reduzieren.

Für das Entstehen einer Hypertonie sind mehrere Faktoren verantwortlich. Hierzu gehören sowhl unveränderliche Faktoren wie Alter, Geschlecht und Genetik, aber auch veränderbare Faktoren wie Ernährung, Lebensstil, Bewegungsmangel und Stress.

Nach WHO-Kriterien spricht man von einer arteriellen Hypertonie, wenn entweder ein systolischer Blutdruck hoher als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutrduck über 90 mmHg dauerhaft und situationsunabhängig vorliegt.

Definition und Klassifikation des Bltdrucks mmHg
Definition und Klassifikation des Blutdrucks mmHg

Quelle: https://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf

Die Leitlinien empfehlen Lebensstiländerungen bereits ab einem hochnormalen mit systolischen Blutdruckwerten zwischen 130 und 139 mmHg und ab einem diastolischen Blutdruck von 85-89 mmHg.

Patienten mit einem hohen Blutdruck weisen oft Mikronährstoff-Defizite auf

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass Patienten mit einem hohen Blutdruck oft Mikronährstoff-Defizite aufweisen. Dabei spielen Antihypertonika eine erhebliche Rolle, da deren hohes Interaktionspotenzial u.a. zu Magnesium-, Kalium- oder Zinkdefiziten führen kann. Ein ungenügender Vitamin-D-Status steht ebenfalls mit dem Bluthochdruck-Geschehen in Verbindung.

Magnesiummangel ist ein Faktor für das Entsthen eines Bluthochdrucks. Dies wird einerseits dadurch verdeutlicht, dass diese Patienten einen signifikant niedrigeren Magnesiumspiegel im Blut aufweisen. Zum anderen gibt es mittlerweile eine Reihe von Metaanalysen, die die Effekte einer Supplementation bei Bluthochdruck belegen. Weiterhin zeigen Studien die Wirkungsweise von Magnesium.

Quelle: Diaba, D.T. et al. 2017. The effect of magnesium supplementation on blood pressure in individuals with insulin resistance, prediabetes, or noncommunicable chronic diseases: a meta-analysis of randomized controlled trials. AM J Clin Nutr. 106(3): 921-9

Insgesamt verringert die antihypertensive Wirkung von Magnesium den Bedarf an Antihypertensiva. Die gezielte Magnesiumsupplementierung ist eine kostengünstige, nebenwirkungsfreie Therapiemöglichkeit. Neben der Hypertoniebehandlung bietet sie noch weitere weitreichende gesundheitliche Vorteile.

Daher lohnt sich ein Blick auf den Magnesiumstatus.

Verena Bastian

Verena Bastian

Verena Bastian ist staatliche geprüfte Heilpraktikerin seit 2014. Davor studierte Sie Betriebswirtschaftslehre und arbeitete danach mehrere Jahre in der Finanzabteilung eines großen Baustoffkonzerns. Durch eine Autoimmunerkrankung im Familienkreis kam sie mit 2008 zur Naturheilkunde und ist seit 2014 als Heilpraktikerin in eigener Praxis tätig. Ihre Praxisschwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von immunologischen Erkrankungen, Frauenheilkunde, Präventionsmedizin und Traumaintegration.

Eine intensive Ausbildungszeit und der ständige Drang nach Weiterbildung haben ihren Weg bis hierhin begleitet. Viele Seminare, Weiterbildungen und wundervolle Lehrer:innen ebneten den Weg für eine eigene Praxis.

Sie lädt die Menschen dazu ein sich beim Thema Gesundheit in Richtung Eigenverantwortlichkeit zu orientieren. Seit mittlerweile über 7 Jahren unterstützt Sie Menschen dabei die Gründe und Zusammenhänge Ihrer Erkrankung mit dem Wissen aus klassischer Medizin und Naturheilkunde zu verstehen.

Inhalt

im Fokus

Weitere Beiträge

Posttraumatische Belastungsstörung

Die WHO listet eine neue, ergänzte Diagnose für komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Ein internationales Team mit Beteiligung der Universität Zürich hat die genauen Symptome der